05.05.2012 | Prof. Dr. Nicholas Adjouri | 3 Kommentare »
Heute steht der vorerst letzte Akt beim dramatischen Abstiegskampf für die traditionsreiche Hertha BSC an. Um in der 1. Bundesliga weiterexistieren zu können, muss Hertha gewinnen und Köln verlieren – damit wäre immerhin der Relegationsplatz erreicht. Ein weiterer Strohhalm. Doch damit wären die Probleme bei Hertha nicht gelöst. Denn es fehlt der Hertha an einem elementaren Punkt – es fehlt eine klare und nachvollziehbare Markenidentität, die von allen gelebt wird. Management und Spieler eingeschlossen. Dabei ist es so einfach: Wofür steht die Hertha? Wofür soll sie kämpfen? Was ist typisch für den Traditionsverein? Was sind ihre Werte? Was Bayern München und auch Borussia Dortmund geschafft haben, sollte auch für die Hertha möglich sein. Sicherlich war Jürgen Klinsmann ein guter Trainer, aber er hat nicht zur Markenidentität der Bayern gepasst. Aber Trainer kommen und gehen – die Marke bleibt. Dies ist eine einfache, aber nicht diskutierbare Erkenntniss. Auch kleinere Vereine wie St. Pauli oder auch Union Berlin haben gelebte Markenwerte, die Fans und Spieler leben und nachvollziehen können. Und auch das Management in diesen Vereinen muss sich diesen Markenwerten unterordnen. Doch dafür benötigt man Weitblick und auch ein gewisses Verständnis für strategische Fragen. Dies scheint mir momentan die Achillesferse des Vereins zu sein.
03.05.2012 | wittwer | 1 Kommentar »

Die Lufthansa muss sparen. Interessant an dieser Neuigkeit ist, wie aus markenstrategischer Sicht der Spagat zwischen Kosteneinsparungen und Premium Image gelingt. Denn Markenwert und Aktienkurs korrelieren positiv, die Erwartungen an den Premiumanbieter sind hoch. Bereits heute hat die Equinet Bank AG das Kursziel der Aktie von 12 Euro auf 10 Euro gesenkt.
Um den Markenwert zu stabilisieren muss sich die Lufthansa die Frage stellen, wie sie ihre Qualitätsaussage halten sowie die Markentreue der Kunden weiter ausbauen kann.
Strukturell drehen seit einiger Zeit diverse Mitbewerber an der Preisschraube. Die innereuropäischen Linien sind seit langem defizitär und im Langstreckensegment drängen immer mehr attraktive Mitbewerberangebote auf den Markt.
Eine herausfordernde Aufgabe wartet auf das Management. Wir sind gespannt.
02.05.2012 | Prof. Dr. Nicholas Adjouri | keine Kommentare »
Gerade im Newsticker nachzulesen: Schiesser wurde an die israelische Delta-Gali-Gruppe verkauft. Positiv an der Nachricht ist: Die Marke bleibt eigenständig. Das zuletzt krisengeschüttelte Unternehmen bekommt damit einen solventen Investor, der anscheinend die guten alten Markenwerte des Feinrippherstellers schätzt. Man darf also weiterhin optimistisch bleiben.
30.04.2012 | Prof. Dr. Nicholas Adjouri | keine Kommentare »
Vom 2. bis 4. Mai werde ich mit meinen Studenten der FH Stralsund wieder in die Markenwelt eintauchen. Im Rahmen einer studentischen Exkursion besuchen wir in drei Tagen verschiedene Markenunternehmen wie Mercedes-Benz, BILD, brands4friends oder Mr Spex. Im Vordergrund stehen dabei der Einblick in die Markenpraxis sowie der Austausch mit den Unternehmen.
16.02.2012 | huy | keine Kommentare »

Die Künstlerin Nicole Dextras aus Vancouver baut im Winter Wörter aus Eis und stellt sie in Landschaften. Die Größe variiert zwischen 40 Zentimetern und 2,5 Metern. Im Sommer baut sie die Wörter aus Erde und Gras. Eigentlich ist Nicole Dextras Bühnen- und Kostümdesignerin und kreiert Kleidung aus Pflanzen oder friert Kleidungsstücke ein.
www.langweiledich.net/2012/01/typografie-aus-eis/
11.01.2012 | huy | keine Kommentare »

Die portugiesiche Bier-Marke Sagres hat für ihre neueste Kreation – Bier mit Schokoladenaroma – eine Website komplett aus Schokolade entwickeln lassen. Die Idee stammt von der Agentur Grand Union, die die einzelnen Elemente von der besten Schokolaterie Portugals Victor Dunes bauen ließ, abfotografierte und daraus die fertige Website programmierte.
Das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen.
www.sagres.pt/sagrespretachocolate/#/homepage
14.11.2011 | Jan Schneemann | keine Kommentare »

Neulich beim Schlendern durch Barcelonas Einkaufsstraßen stellte ich entsetzt fest, dass die Modemarke Oysho ihr Logo geändert hat. Das bisherige Logo war eines der elegantesten und einprägsamsten seiner Art gewesen. Vor allem die geistreiche Umsetzung als Ambigramm – eine Wortbildmarke, die auch um 180 Grad gedreht lesbar ist – und die formale Klarheit hatten mich zu einem Freund des Markenauftritts gemacht.
Umso trauriger nun, dass dieses einzigartige Logo durch einen uninspirierten und austauschbaren Schriftzug in Barock-Antiqua ersetzt wurde, der sich brav in die langweiligen Auftritte so vieler anderer Modemarken einreiht. Was sich die geschäftsführende Inditex-Gruppe von dem Relaunch der Marke verspricht, bleibt vorerst ein Rätsel. Denn eine offizielle Mitteilung oder sonstige erhellende Hinweise finden sich leider nirgends.
07.09.2011 | Vera Ullmann | keine Kommentare »

Foto: Rob Young
In der STUTTGARTER ZEITUNG erschien am 31.08.2011 online ein Artikel über das Modelabel
„Abercrombie & Fitch“. Nicholas Adjouri wurde dabei als Markenberater herangezogen.
Lesen Sie hier.
13.07.2011 | Vera Ullmann | keine Kommentare »

AUDI – eine Marke, die jeder kennt. Interessant ist zu wissen, wie die Marke zu ihrem Namen kam. Das erste Unternehmen des Gründers von Audi, August Horch, hieß noch „August Horch & Cie.“. Das musste er aber aufgrund von Auseinandersetzungen mit dem Finanzvorstand verlassen. Die Verwendung seines Nachnamens für ein weiteres Automobilunternehmen wurde ihm dazu auch noch untersagt.
Also musste ein neuer Name her. Namensfindung ist zumeist ein ziemlich langer und schwieriger Prozess.
Er unterliegt gewissen Anforderungen: der Name muss unter anderem kurz (maximal vier Silben), prägnant (KISS-Prinzip), einzigartig, harmonisch und schutzfähig sein. Das alles trifft auf AUDI zu.
An der Namensfindung für das neue Automobilunternehmen beteiligten sich neben August Horch sein Freund Franz Fikentscher mit seinen 3 Söhnen. Der damals 10-jährige Heinrich Fikentscher übersetzte den Namen „Horch“ einfach ins Lateinische: „audire“. Die Befehlsform von diesem Wort, also „Hör zu!“ oder „Horch!“ heißt „audi“.
Mittlerweile ist AUDI eine etablierte Marke und einer der größten Automobilhersteller Deutschlands.
22.06.2011 | Vera Ullmann | keine Kommentare »

Bücher sind zum Lesen da. Normalerweise. Ab und zu gibt es aber auch Ausnahmen. Wie z.B. das Buch von Keri Smith. Das ist nämlich ein Mal- und Bastelbuch für Erwachsene. Wobei sich das schon fast zu langweilig anhört, denn dieses Buch gibt keine Anleitung wie man Bascetta Sterne oder Kastanienmännchen bastelt, sondern es gibt einem vor wie man es am besten “verunstaltet” und somit zu einem Unikat macht.
Will man sonst einem Buch so wenig Schaden wie möglich zufügen, wird man in diesem Buch z.B. dazu aufgefordert, es an ein Seil zu binden und es hinter sich herzuziehen oder über eine Seite Kaffee zu schütten, es in Wasser zu tauchen oder Seiten zu zerschneiden. Zu den zerstörerischen Aufgaben kommen dann noch die vielen schaffenden Anweisungen: Fussel aus der Hosentasche aufkleben, eine Seite besticken oder Einkaufszettel aufkleben.
Man kann dieses Buch als Nebenbeschäftigung betrachten aber auch als individuelles Projekt – fast schon wie ein kleines Kunstwerk. Interessant ist es auch zu sehen, wie die verschiedenen Menschen die Aufgaben unterschiedlich – auf ihre ganz eigene kreative Art und Weise – umsetzen.
Unter www.machdiesesbuchfertig.de kann man einige Exemplare bewundern und staunen, was für witzige Ideen dabei entstanden sind.