Senf dazugeben
23.08.2010 | Jan Schneemann | keine Kommentare »Endlich ist wieder Grillsaison. Dabei darf neben viel Sonne, noch mehr Bratwurst und einem kühlen Bier vor allem eines nicht fehlen: Senf. Und zwar nicht irgendeiner, nein, es muss natürlich der gute Bautz’ner sein. Und während man genüsslich seine Bratwurst einstreicht, als sei man gerade dabei, ein malerisches Meisterwerk zu vollenden und die Vorfreude auf den ersten Bissen kaum noch unterdrücken kann, freut man sich gleichzeitig auch darüber, dass es doch noch ein traditionsreiches ostdeutsches Produkt zum gesamtdeutschen Marktführer gebracht hat.
Das Erfolgsgeheimnis des Bautz’ner Senfs liegt wohl in seiner Authentizität. Denn obwohl das Werk mittlerweile in bayrischer Hand ist, wird nach wie vor in einem Bautzener Vorort produziert. Zudem wurden die üblichen krampfhaften Modernisierungsversuche erfolgreich abgewehrt – so wurde weder der Geschmack an westdeutsche Gaumengewohnheiten angepasst, noch die Farbe optisch ansprechender gestaltet, wie sonst bei Nahrungsmitteln leider allzu üblich. Senf ist nunmal senfbraun, komme was wolle!
Wir gratulieren zu einer scharfsinnigen Markenpolitik und wünschen guten Appetit.

